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Ziele der Gemeinschaftsinitiative EQUAL


EQUAL war Teil der Strategie der Europäischen Union, mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen und dafür zu sorgen, dass niemandem der Zugang zu diesen Beschäftigungen versperrt wird. 



EQUAL - für Chancengleichheit auf dem Arbeitmarkt

Die Gemeinschaftsinitiative EQUAL setzte sich umfassend für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt ein. Das Programm zielte einerseits auf die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Zielgruppen am Arbeitsmarkt. Andererseits ging es um die Veränderung struktureller Rahmenbedingungen, die der Chancengleichheit am Arbeitsmarkt entgegenstehen. EQUAL sprach ebenso Personen an, die aufgrund von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit Diskriminierungen erfahren, wie  Beschäftigte, die aufgrund von Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt von Arbeitslosigkeit bedroht sind und arbeitslose Menschen.

Zu den Zielgruppen zählten etwa Frauen (z.B. in einer Familienphase), Migrantinnen und Migranten, Menschen mit Behinderungen, junge Menschen ohne Berufabschluss und/oder Schulabschluss, Langzeitarbeitslose oder ältere Menschen mit Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt.

EQUAL - als "arbeitsmarktpolitisches Laboratorium"

Primäres Ziel des Programms war es, erfolgreiche Modelle in die bestehenden Förderinstrumentarien von (Weiter-)Bildung und Beschäftigung zu implementieren. Inhaltlich konnte es sich dabei um neue Methoden und Konzepte, innovative arbeitsmarktpolitische Zielsetzungen oder um die konkrete Verbesserung institutioneller Strukturen handeln. EQUAL ermöglichte die Erprobung dieser Modelle und Ideen am Arbeitsmarkt und unterstützte die Akteure dabei, regional bereits erfolgreiche Modelle zu transferieren und auf andernorts bestehende Probleme anzuwenden.

Mainstreaming - Lösungen nutzbar machen

Durch die Gemeinschaftsinitiative EQUAL sollten nachhaltige Lösungen entwickelt werden. Ein erklärtes Ziel des Programms war es daher, die gewonnenen Ergebnisse in einem Mainstreaming-Prozess zugänglich und nutzbar zu machen. Damit beispielhafte Ansätze sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zur Bekämpfung von Ungleichheiten und Diskriminierung beitragen, war es notwendig, die aus den Projekten gewonnen Erfahrungen und Ergebnisse zu verallgemeinern und als Best-Practice-Modelle für einen möglichst großen Anwenderkreis bereitzustellen.

Innerhalb des Programm förderte das "horizontale Mainstreaming" den Austausch von Erfahrungen und die Verbreitung von Ergebnissen auf operationeller Ebene. Hier ging es um die Zusammenarbeit von Entwicklungspartnerschaften aus gleichen Themengebieten, aber auch um die Kooperation mit anderen Organisationen mit ähnlichen Arbeitsschwerpunkten.

"Vertikales Mainstreaming" hingegen bezeichnet den Transfer von Erfahrungen und Ergebnissen auf die politische, rechtliche und institutionelle Ebene, wie z.B. Ministerien des Bundes und der Länder oder Sozialpartner. Das Erfolgskriterium der Gemeinschaftsinitiative EQUAL war damit nicht allein das einzelne Projekt, sondern die Implementierung der Best-Practice-Modelle in die Förderpraxis und Arbeitsmarktpolitik. Ein Indikator für die Erfolge des vertikalen Mainstreaming sind die zahlreichen Hinweise auf die Gemeinschaftsinitiative EQUAL im Deutschen Bundestag und im Bundesrat.

Ein weiteres  Anliegen von EQUAL war es, in der breiten Öffentlichkeit Bewusstsein zu schaffen und alle Beteiligten am Arbeitsmarkt für die  Problematik der Diskriminierung am Arbeitsmarkt zu sensibilisieren. EQUAL veröffentlichte daher vierteljährlich einen Newsletter, der die Fortschritte des Programms dokumentierte und einzelne Best-Practice-Beispiele vorstellte. Daneben erschienen themenspezifische Publikationen und nicht zuletzt war die EQUAL-Wanderausstellung PERSPEKTIVE:CHANCENGLEICH an über 29 Orten bundesweit zu sehen.
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